Ferdinand Georg Waldmüller
1793 – 1865
Die Genrebilder

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Eine Frage der Neubewertung des Schaffens von Ferdinand Georg Waldmüller ist keinesfalls eine Neubewertung der sogenannten Tatsachen, der Bildgegenstände seines Oeuvres etwa, sondern es geht vielmehr um eine Neubewertung der Sichtweise, der Herangehensweise an das Genre im „frühen Realismus“ und schließlich um eine solche der Interpretation dessen: dabei dreht es sich vielfach um die Dechiffrierung der Bildgeschichten und um das Wie der Interaktion der Figuren im Bild.
Waldmüller zeigt selbst in „seiner Theorie“ den einzuschlagenden Weg auf: die Menschen seien in ihrem Tun und Treiben und in ihren Leidenschaften zu beobachten, das sei die ewige und einzige Wahrheit. In der Folge wurde der Versuch unternommen, neben den „lauten Bildern“ wie etwa der „Pfändung“, dem „Notverkauf eines Kalbes“, den „Delogierten“, die rein thematisch Sprengkraft genug vor allem im Vergleich mit den innovativen englischen Präraffaeliten aufweisen, auch den „stillen Bildern“ zu ihrem Recht zu verhelfen, der von jedwedem Schulzwang befreiten „Rosenzeit“, dem traumwandlerisch-sicheren „Kirchgang im Frühling“, der „Erwarteten“, der „Versöhnung“.

Zur Person Michael Krapf
Angaben zur Person: 1983 – 2006 Stellvertretender Direktor der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien Kustos des Barockmuseums im Unteren Belvedere 1981/82 Visiting Professor an der Stanford University, Kalifornien, U. S. A. Lehraufträge an den Universitäten Padua, Salzburg und Wien 1992 Habilitation an der Universität Salzburg Zahlreiche Publikationen zu Architektur, Plastik und Malerei des 16. bis 20. Jahrhunderts, vor allem zu Johann Bernhard Fischer von Erlach, Georg Raphael Donner, Paul Troger,Johann Georg Platzer und Franz Xaver Messerschmidt, im 19. Jahrhundert zu Johann Evangelist Scheffer von Leonhardshoff, einem jung verstorbenen Künstler der Wiener Romantik

Ausstattung

Gebundene Ausgabe, zahlreiche farbige Abbildungen, 1. Auflage 2019.
Gestaltung: Peter Baldinger