periscope magazin - recorded painting

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SKU 978-3-9502570-7-6 Kategorie Tag

Man sagt, ein Bild ‘spreche’. Man sagt auch, ein Bild zeige etwas. Und es heißt, ein Bild sage mehr als tausend Worte. Tausendfach vernommene Annahmen, metaphorisch ‘gekleidet’, wozu diese einleitend anführen? Bedenkt man jedoch, dass der Ort der Metapher gerade jener ist, an dem die Arbeit der Wandlung der Dinge in Sprache geschieht – die Betonung liegt auf ‘Arbeit’, so erscheinen diese Sätze als leichtfertig wiederholte Annahmen. Wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagen können soll, hätte dies zur Voraussetzung, dass die Sprache schweigt. Doch hier interessiert uns dezidiert die Sprache, mit der wir uns beschäftigen müssen, denn, so heißt es auch, die Bilder, vor allem jene, die als Kunst wahrgenommen werden wollen, brauchen das Wort, um ihr Potential und ihre Bedeutung zu entfalten. Doch den Bildern müssen wir trotz allem – mit Roland Barthes gesprochen – jenen unsagbaren Rest zugestehen, der das Bild ja eigentlich erst zu einem Bild macht. Doch mit Resten lässt es sich bekanntlich schwer leben, lassen wir deshalb die Bilder sprechen, indem wir sprechen?

(Aus der Einleitung von Hildegard Fraueneder)

Ausstattung

Softcover, Format 215/260 mm, 82 Seiten, 30 farbige Abbildungen, 1. Auflage 2009