Verlag, Artbook, Dennis de Kort, Kunst, Kunstbuch, Kunstkatalog, Kunstkataloge, Reproduktionen, Das PALAIS MODENA
Einblicke aus dem Inneren, Hrsg.: Bundesministerium fr Inneres
Autoren: Markus Kristan, Christoph Schulcz
Layout & Gestaltung: Peter Baldinger Verlag, Österreich,

Das PALAIS MODENA
Einblicke aus dem Inneren


Hardcover, Fadengebunden, Format 240/310 mm, 224 Seiten mit 135 Abbildungen, 1. Auflage 2017

ISBN 978-3-903078-16-1

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Das zwischen 1658 und 1678 erbaute Palais Modena in der Wiener Herrengasse 7 beherbergt seit einem Jahrhundert den Sitz des Bundesministeriums für Inneres. Ein bedeutsamer Teil der österreichischen Geschichtsschreibung des letzten Jahrhunderts hat sich in den prunkvollen Räumen dieses Stadtpalais abgespielt, die nicht vom Krieg verschont geblieben sind: 1944 wurde ein Trakt durch Fliegerbomben schwer beschädigt und mühevoll wieder aufgebaut. Bereits die Geschichte vor 1919 ist eine erzählenswerte, als das Palais nach jahrelangem Privatbesitz in Fürstenhand u. a. einstmals die Zensurbehörde beheimatet hat. Die Chronik des Hauses ist von Beginn an nicht nur politisch, sondern auch bürokratisch. Der Bildband „Das Palais Modena. Einblicke aus dem Inneren“ versucht, die Geschichte dieses Hauses auf visuelle Weise zu erzählen. Heute stehen dem zu Beginn des 19. Jahrhunderts umgestalteten klassizistischen Bau zeitgenössische Kunst und gegenwärtiges Schaffen gegenüber. Historische Bilder und Pläne sowie aktuelle gestalterische Aufnahmen präsentieren nicht nur die Schönheit des Palais und seiner Details, sondern bieten auch seltene Einblicke in die Arbeitsstätte des Innenministers und der Sicherheitsverwaltung. Im Jahr 2000 wurde mit Renovierungsarbeiten begonnen – die bis heute andauern –, um den Prachtbau des Klassizismus erneut erstrahlen zu lassen. Die Sala terrena lag etwa bis 2004 hinter Gemäuer versteckt. Das Buch gibt neuartige Einsichten in den eindrucksvollen Saal und dessen Freilegung. Ebenso wurde die hauseigene Kapelle mühevoll restauriert und mit modernen Teilstücken ergänzt. Obgleich mit dem Innenressort und dem Sicherheitsbereich eher defensive, bewahrende oder sogar martialische Aspekte verbunden scheinen, zeigt dieser Bildband, wie außerordentlich sich Sicherheit und Kunst vereinbaren lassen. Die Facetten des Hauses gleichen die auf Nüchternheit bezogene Verantwortung des Ministeriums aus. Die geschichtsträchtigen Räumlichkeiten wirken auf den Arbeitsalltag der Bediensteten. Der kunsthistorische Reichtum des Hauses ergänzt die tägliche rationale Arbeit in bemerkenswerter Weise. Diese Sammlung von Bildmaterial soll davon zeugen.


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