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Contemporary Alchemy | Bullish 2008–2016, Mit Texten von Annette Schmidt, Ulrike Guggenberger und Günter Baumann. Verlag, Österreich,

Maks Dannecker
Contemporary Alchemy | Bullish 2008–2016


Broschüre, Format 148/210 mm, 36 Seiten, ca. 32 farbige Abbildungen, 1. Auflage 2016

ISBN 978-3-903078-13-0

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Unter dem Titel „Bullish – Contemporary Alchemy 2008-2016“ zeigt Maks Dannecker in dieser kleinen, feinen Buchbroschüre ihre fotografischen Arbeiten zum magischen Themenfeld immaterielle Werte und deren optischen Konfigurationen im Scheinen.



Maks Danneckers „Welt ist die Fotografie – ganz anders jedoch kommt sie hier zum Einsatz – weniger konkret, eher faszinierend, magisch immateriell. Gleich einer geheimnisvollen Schatzkammer blickt man hinein, in einen abgedunkelten Raum. Vor der Wand schwebend, scheint ein eigenwillig körperloses, silbergold glänzendes Rechteck. Es steht geheimnisvoll im Verbund mit den ebenso durchlichteten Bildern, die ein Diaprojektor an die Wand wirft.“ (Dr. Annette Schmidt)



Dokumentiert sind mehrere Installation Views von Ausstellungssituationen, Projektionen und Einzelbilder, die zeigen, wie die Konfigurationen der einzelnen fotografischen Abbilder zusammen wirken und philosophische und räumliche Kontextbezüge eröffnen. Damit finden sich selbstständige Bildelemente, ausgehend von dokumentarischen Findungen, die aber poetische Sachverhalte zu den Themen Wert und Wahrnehmung, Geld und Wertschätzung berichten.



„Mit wenigen gestalterischen Mitteln, durch Hervorheben, Zurücknehmen, Einschleusen von Fremdkörpern, Formen und Farbpartikel erzählt sie Hintergrundgeschichten. Auf dem selben Blatt, Schichten des Erkennens vergleichbar, geht eine Geschichte in eine nächste über, ein unerschöpfliches Deuten. Fragmente aus ihrem beruflichen und privaten Alltag blitzen während ihrer Arbeit auf, sinken ein und tauchen als selbständige Bildelemente in ihrem Schaffen wie­der auf.“ (Mag. Ulrike Guggenberger)


Drei mit den Arbeiten vertraute Kunsthistoriker kommentieren aus ihrer Sicht die Arbeiten. Die Themen kreisen um wertige Alchemie-Verhältnisse und blicken ästhetisch entlarvend: Dokumentiert werden in einem Video Zähl- und Tauschprozesse, also Abläufe des Verhandelns durch Geld und Wert.



„In diesem Bild- und Geldkontext häufen sich Pool-Bilder, die Maks Dannecker als „quasi unkonventionelle Optionen, Tresore zur Lagerung von Edelmetallen“ beschreibt, mit einem Augenzwinkern: Was an dieser Aussage real, was fiktiv ist, verrät sie nicht. […] Extreme Schärfen und gewollte Unschärfen verschleiern dieses Motiv, das meist angeschnitten, menschenleer und daher fast gespenstisch ruhig ist …“ (Dr. Günter Baumann)



Eine stark kontrastreiche und geheimnisvolle Serie von Schwarzweiß-Bildern zeigt jene „Häuser der zeitgenössischen Alchemisten“, in denen sich eine nur scheinbar unspektakuläre Welt als Grauzone vorstellt.



„Maks Dannecker geht der Frage nach, was es mit all jenen großen und kleinen Schätzen auf sich hat, die Menschen in Not an Orten zurücklassen müssen, an die sie womöglich nie mehr zurück kehren. Wo wären heute solche Orte zu finden, die Horte unserer Zeit?“ (Dr. Annette Schmidt)

Uwe J. Reinhardt


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