Verlag, Artbook, Dennis de Kort, Kunst, Kunstbuch, Kunstkatalog, Kunstkataloge, Reproduktionen, Rupert Gredler
Figurenbilder & Portraits, Texte von Hiltrud Oman, Wolfgang Graninger, Peter Zakravsky
und Gerald Trapp.
Verlag, Österreich,

Rupert Gredler
Figurenbilder & Portraits


Hardcover, Format 280/210 mm, 128 Seiten,
ca. 70 farbige Abbildungen, 1. Auflage 2014

ISBN 978-3-9503492-6-9

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Zentral im Schaffen von Rupert Gredler sind zum einen der menschliche Körper — mit ihm drückt er das Menschsein aus — sowie die Zwänge, die auf diesen einwirken, ihn fordern. Seine Selbstportraits in mehreren Körpern nehmen eine bedeutende Stellung in seinem Oeuvre ein. Diesen Körpern seines Ichs entreißt die manieristische Umwelt meist die Bodenhaftung. Oftmals drängt sie vorwärts oder auch himmelwärts. Der Geschwindigkeit dieser Atmosphären, der Labilität der Hilfsmittel (wie z.B. Strickleitern) und der nicht eindeutigen Dechiffrierbarkeit der Symbole zum Trotz ziehen nicht alle Teile des Selbst an einem Strang. Das gemeinsame Ziel dieser multiplen Egos bleibt dem Rezipienten vorbehalten. Zwar versuchen sie sich oftmals in Balance zu halten, mitunter glotzen einzelne aber passiv, schneiden Grimassen oder lassen sich tragen und zur Last werden.

Das klassische Selbstportrait wird bei Gredler seiner Tradition enthoben, jedoch entgleitet es nicht. Vielmehr geht es um eine Erweiterbarkeit in der Darstellung der eigenen Persönlichkeit. Im Informationszeitalter hat diese wahrlich kein leichtes Los, mannigfaltig zu bleiben. Sie soll eins sein, nicht viel, um einordenbar zu bleiben. Das lässt sich kein Künstler gerne gesagt sein, auch Rupert Gredler nicht. Er bildet sich gleich mehrfach ab.

Aber auch mit der Künstlerfigur an sich, dem stereotypen Bild von ihr, all ihren Neurosen und Zwängen, Allüren und Manien betreibt er einen gewissen Schabernack, der sich immer wieder durch ein schelmisches Spielen um die Mundwinkel sichtbar macht.

Gerald Trapp


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